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Stressfaktor Digitalisierung – Digitale Auszeit für Familien

Die zunehmende Nutzung digitaler Geräte hat Familien in NRW keine Zeitersparnis gebracht, heißt es in einer jüngst erschienenen Studie der Forschungsinstitute Emnid TNS Deutschland und Prognos mit dem Titel „Familien im Digitalzeitalter“. Der Studie zufolge klagen Eltern in NRW, die Smartphone & Co oft nutzen, häufiger über Zeitnot als andere. Whatsapp hat das Telefongespräch abgelöst und die Kommunikation in den Familien komplett verändert.

Wenn Zeitsparen zu Zeitmangel führt

Die Studie ist eine der wenigen, die sich bisher umfassend mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Familien auseinandersetzt – und nicht in erster Linie auf Wirtschaft und Arbeitsleben. Das Ergebnis ist von einiger Bedeutung: Zeitmangel ist korrespondierenden wissenschaftlichen Analysen zufolge für viele Familien ein gravierendes Problem und gibt mehr Anlass zur Unzufriedenheit als eine unzureichende finanzielle Ausstattung. Demzufolge bringen digitale Geräte den Familien bisher keinen Zeitgewinn. Eher ist es so, dass gerade Eltern, die Smartphones und Tablets besonders oft nutzen, über Zeitnot klagen. Dabei ist es doch eines der Versprechen der Digitalisierung, das Leben einfacher zu machen, den Menschen mehr Zeit zu schenken. Zum Beispiel mit schnelles und zuverlässiges Internet das, mehr Heimarbeit ermöglicht, um Arbeitswege einzusparen und bürokratische Abläufe zu digitalisieren, um Behördengänge überflüssig zu machen.

Bewusste Entscheidung zur Auszeit

Eines jedoch kann den Familien niemand abnehmen: Zu definieren, wie intensiv sie die digitalen Möglichkeiten tatsächlich nutzen möchten. Ob sie etwa die fünfte Whatsapp-Nachricht in die erweiterte Familiengruppe schicken wollen, so dass jedes Mal gleich 15 Adressaten zum Smartphone greifen müssen, obwohl es nur zwei betrifft – wie sie damit umgehen, haben Menschen selbst in der Hand. Wer von der Digitalisierung profitieren möchte, braucht auch Auszeiten von ihr, eine Qualitätszeit fernab jedweder Digitalisierung.

Qualitätszeit außerhalb des Digitalen

Das Smartphone als Computer für die Hosentasche und die intensive Tablet-Nutzung ermöglicht den Familien die totale Vernetzung mit immer neuen Reizen und Informationen. Darum erscheint es vielen unersetzlich. Zugleich aber fühlen sich viele bedrängt von all den Nachrichten, gestresst von der Sprachlosigkeit, der ständigen Erreichbarkeit. Sie pflegen eine Hassliebe zu ihren digitalen Geräten, können davon nicht lassen, erleben aber die Verzettelung ihres Lebens und spüren, wie die Geräte ihnen die Konzentrationsfähigkeit und das Gefühl von Erfüllung raubt. Benötigt wird ein neues Gefühl für die Qualität von Zeit – und insbesondere eines für die Notwendigkeit von Qualitätszeit. 

Im Rahmen meiner vielfältigen Therapie-Angebote unterstütze ich Sie gerne bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten und den dazu passenden Wegen und freue mich auf Ihre Anfrage.

Herzlichst

Ihre Petra Stolle